Unternehmenssanierung bringt Betriebe wieder auf Kurs

Diese Situation fürchtet jeder Unternehmer: Der Umsatz bleibt aus, Rechnungen können nicht mehr bezahlt, Kredite nicht mehr getilgt und Gehälter nicht mehr ausgezahlt werden. Auch die eigene wirtschaftliche Existenz hängt am seidenen Faden. Jetzt ist Handeln angesagt! Eine Unternehmenssanierung kann die Rettung sein, und Betriebe in der Krise wieder auf Erfolgskurs bringen. Wer sich dazu aktiv entschieden hat, hat die Segel bereits gesetzt. Allerdings müssen Führung und Belegschaft in der kommenden Zeit an einem Strang ziehen und die gewohnte Komfortzone verlassen: Langfristiger Erfolg stellt sich nur bei einer vollständigen Neuausrichtung des Unternehmens ein. So kann der Weg dahin gelingen:

Aktuelle Themen bei der Unternehmenssanierung

Der Schuldner-Insolvenzantrag

Die Voraussetzungen für einen Insolvenzantrag sind in der Insolvenzordnung §§ 17 ff geregelt. Diese sind: Zahlungsunfähigkeit oder drohende Zahlungsunfähigkeit und / oder Überschuldung Der Unternehmer muss sich mit den Insolvenzantragsverfahren auseinander setzen. Die nachfolgende Grafik zeigt drei Insolvenzantragsverfahren: Das Normalverfahren ist das „klassische Insolvenzverfahren“, das überwiegend in der Praxis zur Anwendung kommt. Die Insolvenzantragsverfahren „Vorläufige…

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Insolvenzantragspflicht beseitigt

Fallbeispiel 1 (Diese Sanierung ist vor der Rechtsänderung „Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG)“ erfolgt.) Problemstellung Das Unternehmen in der Rechtsform der GmbH & Co. KG konnte erhebliche Verpflichtungen aus Warenlieferungen und Leistungen nicht mehr erfüllen. Die bedeutenden Lieferanten stellten die Warenlieferungen ein. Prozess Nach Angebotserstellung und Auftragserteilung für die Sanierungsberatung erteilt das Unternehmen die…

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Sanierung in der Reisebranche

Fallbeispiel 2 I. Problemstellung: Unternehmensgruppe aus der Reisebranche erzielt bereits über einen längeren Zeitraum erhebliche Verluste. Das Eigenkapital ist negativ. Veranstalter können nicht mehr rechtzeitig gezahlt werden. Es droht die Zahlungsunfähigkeit. II. Prozess: Angebot über Bestandsanalyse und Sanierungsgutachten mit Maßnahmen zur Beseitigung der Zahlungsunfähigkeit. Zeitbedarf 4 Wochen, davon 8 Tage vor Ort. Anschließend Präsentation der…

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Bedarfsgerechte Sanierungskonzepte für KMU

Für Sanierungsgutachten werden heute meist die Standards des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IdW) gefordert. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind diese jedoch nur bedingt geeignet. Eine Alternative für KMU sind die KFS-Standards der Fachgruppe Sanierung im KMU-Beraterverband.

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Als Steuerberater Ihr Mandat sichern

Die drohende Zahlungsunfähigkeit beseitigen und so Ihren Mandanten aus der Krise führen Als Steuerberater kennen Sie Ihren Kunden gut. Sie haben schon mehrfach Defizite in der Steuerung des mittelständischen Unternehmens angesprochen. Die konkrete Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen ist jedoch ausgeblieben. Ihr Mandat steckt in der Krise. Das Risiko minimieren Das bedeutet für Sie als Steuerberater drohende…

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Als Firmenkundenbetreuer das Ausfallrisiko minimieren

Die Kapitaldienstfähigkeit Ihres Kunden sichern Ihr mittelständischer Unternehmenskunde hat Mühe, den Kapitaldienst zu leisten, ist aber nicht in der Lage, strukturierte Informationen über die wirtschaftliche Lage zu liefern. Bei wichtigen Entscheidungen werden relevante Risiken nicht ausreichend berücksichtigt und die Privatentnahmen sind zu hoch. – Als Firmenkundenbetreuer einer Bank ist Ihnen diese Situation vertraut? Es drohen…

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Zunächst einmal: Was ist eine Unternehmenssanierung?

Ist ein Unternehmen dauerhaft nicht mehr in der Lage, seine Verbindlichkeiten zu tilgen und existenz erhaltende Gewinne zu erzielen, ist eine Sanierung angebracht. Die Unternehmenssanierung beinhaltet alle betriebswirtschaftlichen, steuerlichen und juristischen Maßnahmen, um eine endgültige Insolvenz zu vermeiden und die Wirtschaftlichkeit des Betriebes wiederherzustellen. Eine Unternehmenssanierung macht jedoch nur Sinn, wenn ein Erfolg in Aussicht steht.

Wann sollte eine Unternehmensnachfolge vorbereitet werden? 

Der demographische Wandel unserer Gesellschaft stellt viele Unternehmer in naher Zukunft vor die Frage nach einer Nachfolge. Findet sich innerhalb der eigenen Familie kein passender Interessent, steht die Suche nach einem externen Nachfolger an. Diese und auch die Vorbereitung der Unternehmensnachfolge sollten früh genug geplant und in Angriff genommen werden: Etwa fünf Jahre vor der geplanten Unternehmensübergabe sollten Unternehmer bereits zielgerichtet damit beginnen. Dabei nimmt die Nachfolgersuche Erfahrungswerten zufolge etwa ein Jahr in Anspruch, seine Einarbeitung ebenfalls mindestens ein weiteres.

So gelingt Unternehmenssanierung erfolgreich:

Offenheit und Transparenz seitens der Unternehmensführung

Um ein Unternehmen aus der Krise zu steuern, muss die Unternehmensführung zunächst einmal alle Beteiligten der Unternehmenssanierung weitestgehend in die geplanten Schritte einblicken lassen. Maximale Transparenz ist hier das Stichwort. Alle Fakten und Entscheidungen müssen klar nachvollziehbar sein.

Proaktive und kurzfristige Kommunikation

Um das zu erreichen, ist eine proaktive und zeitnahe Kommunikation aller Schritte und Einzelmaßnahmen unabdingbar. Lieferanten, Kunden und Kreditinstitute möchten zu Recht wissen, warum sich die Bezahlung erbrachter Leistung, die eigene Leistungserstellung oder die Tilgung der nächsten Kreditrate verzögern – und vor allem, wann damit zu rechnen ist. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fürchten um ihre wirtschaftliche Zukunft. Doch Flurfunk schürt Gerüchte und fördert Misstrauen. Deswegen ist eine offene und unaufgeforderte Krisenkommunikation der Weg der Wahl und baut Vertrauen auf.

Vertrauen stärkt Loyalität

Vertrauen ist in der Krise einer der wichtigsten Faktoren, um die Mannschaft an Bord zu halten und Loyalität zu erzeugen. Dabei bezieht sich der Begriff Vertrauen nicht nur auf die Führungsspitze eines Unternehmens, sondern auch auf Entscheider an Schlüsselpositionen. Erweisen sich diese nicht als vertrauenswürdig, muss an diesen Stellen ein Austausch vorgenommen werden. Dieser Schritt wiegt weniger schwer, als der Vertrauensverlust gegenüber den Beteiligten des Sanierungsprozesses.

Perspektiven nach der Krise aufzeigen

Der Prozess einer Unternehmenssanierung bringt für alle Beteiligten Unsicherheiten und Ängste mit sich. Umso wichtiger ist es, so bald wie möglich ein Szenario des sanierten Unternehmens für die Zukunft aufzuzeigen – sozusagen als Silberstreif am Horizont. Dazu bietet sich ein Leitbild an, dass das Unternehmen unter Umständen auch gemeinsam mit Beratern entwirft. Dieses muss erkennbar machen, wie das Unternehmen die Krise bewältigen wird.

Den Zeitrahmen begrenzen

Eine Unternehmenssanierung sollte in einem überschaubaren Zeitrahmen abgeschlossen sein. Das bedeutet, dass vor allem die notwendigen Schritte rund um das Thema Finanzen idealerweise innerhalb eines Jahres geklärt und umgesetzt wurden. Das betrifft möglicherweise Umschuldungen, Forderungsverzichte von Gläubigern oder auch völlig neue Finanzierungen. Aus rechtlicher Perspektive sollte ein Sanierungsplan abgeschlossen sein. Die vollständige Umsetzung von Maßnahmen rund um die Leistungserstellung kann jedoch durchaus auch länger als ein Jahr dauern.

Nachhaltigkeit sicherstellen

Nachhaltigen Erfolg erzielen aber nur Sanierungsmaßnahmen, die eine dauerhafte Neuausrichtung des Geschäfts beinhalten. Das bedeutet vor allem eine Anpassung der Unternehmensstrategie, Veränderungen in der Unternehmensorganisation, eine konsequente Unternehmensführung und dauerhafte Transparenz in der Unternehmenskommunikation.

Wie unterstützen wir Ihre Unternehmenssanierung?

Wir, die KMU-Fachberater, betreuen Sie als Co-Piloten im Prozess der Unternehmenssanierung. In einem ersten persönlichen Gespräch lernen wir uns kennen und stellen eine Vertrauensbasis her. Dann legen wir gemeinsam die ersten Schritte fest, die wir sinnvollerweise in betriebliche und private Aspekte trennen.

Das Steuerrad wieder in die Hand nehmen: betriebliche Aspekte

Zunächst einmal ermitteln wir den Krisenstatus: Wo steht Ihr Unternehmen? Wie weit ist die Zahlungsunfähigkeit fortgeschritten? Im Rahmen dieser Überlegungen prüfen wir, ob eine Insolvenzantragspflicht besteht und wir Ihre Zahlungsunfähigkeit beseitigen können. Anschließend klären wir mit Ihnen, mit welchen Maßnahmen Sie erst einmal Ihre Liquidität sicher können. Dazu führen wir Verhandlungen mit Gläubigern wie Lieferanten, dem Finanzamt, Sozialversicherungen und anderen. Außerdem unterstützen wir Sie bei Verhandlungen mit den Banken. Als weitere Erste-Hilfe-Maßnahme legen wir mit Ihnen fest, wie Sie das Vertrauen bei Kunden und Mitarbeitern wieder herstellen können.

Die eigene Existenz sichern: private Aspekte

In einem Rundum-Blick überprüfen wir, welche Auswirkungen ihre betriebliche Lage auf Ihre Privatleben hat. Dazu planen wir, wie Sie Ihr Vermögen, Ihre Schulden und Ihre Sicherheiten jetzt am besten verwalten und sichern. Außerdem klären wir Sie über eine eventuelle Geschäftsführerhaftung auf. Im Zuge dessen reduzieren und vermeiden wir weitere Haftungstatbestände. Da Ihr privates Umfeld Ihnen nun Halt geben sollte, überlegen wir, wie Sie eventuelle familiäre Unstimmigkeiten beseitigen können. Nicht zuletzt betrachten wir, wie Sie in der Krise Ihren Lebensunterhalt gewährleisten können.

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Hilfreiche Anregungen finden Sie in den Erfahrungsberichten und Beispielen unserer Beraterinnen und Berater.

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