Finanzierungs-Unterlagen

KMU-Berater Harry Prohazska
KMU-Berater Harry Prohaszka

„Was brauchen Sie denn noch an Unterlagen?“

Von KMU-Berater Harry Prohaszka.

Diese Frage stellen Unternehmer/innen oft Ihren Bankbetreuern, wenn diese anrufen und mitteilen man möge doch bitte noch "dieses und jenes" nachreichen.

Um diese für beide Seiten unbefriedigende Situation zu vermeiden:

1.    Fragen Sie als Unternehmer/in im Vorfeld eines Finanzierungs-Gesprächs immer Ihre Bankbetreuer: welche Unterlagen benötigen Sie, um meine Anfrage abschließend beurteilen zu können? Klären Sie auch Umfang und ggf. Details ab.

2.    Lassen Sie sich die Unterlagen-Liste möglichst schriftlich geben. Gute Banken und Sparkassen arbeiten mit Checklisten.

3.    Stellen Sie die Unterlagen zusammen und senden Sie diese in einem Paket zum vereinbarten Termin an Ihre Banken, damit diese sich auf das Gespräch vorbereiten können.

4.    Erläutern Sie wichtige Zahlen und Entwicklungen im Begleitschreiben – auch stichwortartig. Damit reduzieren Sie die zu erwartenden Fragen Ihrer Banken.

5.    Wenn Sie eine neue Kreditvereinbarung geschlossen haben: Sprechen Sie mit Ihren Banken ab, welche Unterlagen diese während der Laufzeit zu welchen Zeitpunkten benötigen. Halten Sie diese Termine ein.

Als Unterlagen-Standard erwarten Kreditinstitute meist:

-    Beschreibung des Geschäftsmodells

-    Letzte drei Jahresabschlüsse (spätestens am 30.06. Folgejahr)

-    Aktuelle Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) mit Summen-Salden-Liste. Achtung: möglichst eine „qualifizierte“ BWA (siehe zum Beispiel www.bwa-check.de)

-    Vermögens-Verbindlichkeiten-Übersicht

-    Wirtschaftlichkeitsberechnung der Projekte, Investitionen

-    Immer öfter: Ertrags- und Liquiditätsplanung

Dieser Beitrag ist die vollständige Fassung des in den KMU-BeraterNews 2013 02 vom Juni 2013 kurz angerissenen Themas.