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ToggleBeim gemeinsamen Beratersummit der Handwerkskammer Stade-Lüneburg-Braunschweig und des Bundesverbands Die KMU-Berater drehte sich alles um die Zukunftsfragen kleiner und mittlerer Unternehmen: Geschäftsmodellentwicklung, Unternehmensbewertung und Nachfolge. Die durchweg positive Resonanz hat den Verband darin bestärkt, das Format künftig auch in weiteren Regionen anzubieten.
Rund um den Leitgedanken, das Handwerk gemeinsam zukunftsfest zu machen, brachte der Summit Beraterinnen und Berater der KMU-Berater mit Vertreterinnen und Vertretern des Handwerks zusammen. Drei Fachvorträge der Bundesfachgruppen lieferten konkrete, praxisnahe Impulse für die tägliche Beratungsarbeit.
Geschäftsmodelle: Wertschöpfung pro Arbeitsstunde erhöhen
Den Auftakt machte Dr. Hartmut Meyer, Bundesvorsitzender der KMU-Berater, mit dem Vortrag „Neue Geschäftsmodelle für das Handwerk“. Angesichts von Fachkräftemangel, Digitalisierung, steigendem Preisdruck und wachsender Bürokratie müsse das Handwerk seine Wertschöpfung pro knapper werdender Arbeitsstunde erhöhen. Anhand von sechs strategischen Säulen – vom hybriden Servicebetrieb über prozessierbare Wertschöpfung bis zur Nachhaltigkeit als erlösfähigem Zusatzversprechen – sowie bewährten Werkzeugen wie dem Business Model Canvas zeigte er, wie Betriebe ihre handwerkliche Kernkompetenz in tragfähige, datenunterstützte Leistungsmodelle übersetzen.
Unternehmensbewertung: Fallstricke erkennen, Einigungen sichern
Christian Wegner, Leiter der Fachgruppe Unternehmensbewertung und öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger, widmete sich der „Unternehmensbewertung in der Praxis“. Unter dem Leitsatz „Bewerten heißt Vergleichen“ erläuterte er Bewertungsanlässe, -methoden und Wertkonzepte sowie die Neuerungen des IDW S 1 in der Fassung 2026. Besonderes Augenmerk legte er auf die typischen Fallstricke bei der Bewertung stark personenbezogener KMU – etwa die übertragbare Ertragskraft, den angemessenen Unternehmerlohn und die Finanzierbarkeit des Kaufpreises.
Nachfolge: Bedürfnisse aller Parteien in Einklang bringen
Axel Stauffenberg von der Fachgruppe Unternehmensnachfolge rückte die Menschen in den Mittelpunkt. Eine gute Nachfolgeberatung müsse die häufig gegenläufigen Bedürfnisse von Abgebenden, Übernehmenden und Familie erkennen und zu einer tragfähigen Lösung zusammenführen. Neben dem bewährten Fünf-Phasen-Modell – von Prüfung und Planung über Suche und Verhandlung bis zur Übergabe – zeigte er, wie KI-gestützte Werkzeuge den Wissenstransfer (Stichwort „digitaler Zwilling“) sichern und die Suche nach passenden Nachfolgern erleichtern können.
Kooperation als Erfolgsmodell
Der Summit machte deutlich, wie wirkungsvoll das Zusammenspiel von Handwerkskammer und freier Beraterschaft sein kann: Die Kammer bringt die Nähe zu den Betrieben ein, die KMU-Berater steuern geprüfte Beratungsqualität und Fachexpertise bei. Genau diese Verzahnung schafft den Mehrwert, den Handwerksbetriebe brauchen, um Wandel, Bewertung und Nachfolge erfolgreich zu gestalten.
Ausblick: weitere Regionen folgen
Aufgrund des großen Zuspruchs ist geplant, das Summit-Format gemeinsam mit weiteren Handwerkskammern und Regionen anzubieten. Ziel ist es, den fachlichen Austausch zwischen Handwerk und Beratung bundesweit zu verankern und noch mehr Betriebe bei ihrer Zukunftssicherung zu unterstützen. Interessierte Mitglieder und Kammern, die ein Summit in ihrer Region ausrichten möchten, können sich gern an die Geschäftsstelle der KMU-Berater wenden.